Synonym der s.g. Moderne: Nietzsches „Zarathustra“

Ich hatte im  zarten Schulalter Nietzsches „Zarathustra“ gelesen und dachte „Wunder was“ wohl in diesen Zeilen Bedeutendes chiffriert stecken muß.

Nur leider fand ich ständig zu viele Deutungsmöglichkeiten und dachte mir fehlt das Hintergrundwissen um die «beabsichtigte» klar zu erkennen.

Auch nach über anderthalb Jahrzehnten trat das jetzt bei wiederholtem Lesen nicht ein, sondern das genaue Gegeteil: ich fand nur noch massig mehr (argumentierbare) Interpretiermöglichkeiten.

Deshalb wächst in mir der Glauben daß richtige Aussagen gar nicht beabsichtigt waren, sodern die «orginellen Sprüchlein» den geistigen Wert daran darstellen.

Ja und mit ihnen kann man so schön alles Beliebige in den Dreck ziehen – gehaltloses «Trollen» sagt man heute.

Also ein Werk zur Etablierung der s.g. Moderne, wo sinndiffuses „Dada“ dazugehört  – hauptsache man kann sich darstellen und groß vorkommen wenn man nur «originell genug» versteht alles anzukleffen.

Freilich hat es z.T. phänomenale Wirkung um etwas Unwahres rhetorisch durchzurumpeln und dazu selbstverständlich viel Klaumauk zu fabrizieren, aber das geht nur wenn das Publikum – Nietzsches damalige Gespielen? – inhaltlich «krumme Dinger» von Ernstzunehmenden nicht mehr zu unterscheiden vermögen.
Wie über(durchschnitts-)menschlich!?

Und leider ist bei soetwas Vielen nur der «zarte» erste Eindruck vergönnt: „Wunder was“.

Ein jahrelang meditierter, «erleuchteter» Zarathustra der sich ständig (geistig) erschreckt – wie dämlich!

Und auf welche Formel lassen sich diese «übermodernen» Sachen bringen?

Man merkt’s nicht mal richtig wenn man versehentlich mehr als eine Seite umblättert. Etc. .

160700 Grüner Schwielowsee

 

 

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